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Leipzig: Europa - eine Prinzessin aus Syrien
Monday, March 21, 2016 - 07:45

Artikel auf RP Online zur Leipziger Buchmesse

"Nach den Worten der Berliner Politikwissenschaftlerin und Buchautorin Ulrike Guérot ("Warum Europa eine Republik werden muss") habe Deutschland nach dem Mauerfall das "Versprechen abgegeben, dass die deutsche und die europäische Einigung zusammengehören". Genau dieses Versprechen hätten wir aber nicht eingelöst. Zum Sündenfall zählt sie die Bewältigung der Euro-Krise vor drei Jahren, die viel an Solidarität - etwa gegenüber Griechenland und Italien - vermissen ließ. Dass Deutschland jetzt in der Flüchtlingskrise die Solidarität der anderen europäischen Länder einfordert, sei mehr als schwierig. "Wir spielen jetzt den Paulus, und waren früher doch der Saulus."

In den Debatten unter Kulturmenschen durften auch Ausflüge ins sinnstiftende Reich der Mythologie nicht fehlen. So wurde daran erinnert, dass die von Zeus entführte Europa eine syrische Prinzessin war, die nach etlichen tausend Jahren jetzt auch ihr Volk nachhole."

Leipziger Buchmesse: Der Kampf um Aufmerksamkeit
Sunday, March 20, 2016 - 17:00

Artikel der Neuen Zürcher Zeitung zur Leipziger Buchmesse

"Politischer denn je wollte die Leipziger Messe in diesem Jahr sein und hatte Flucht und Migration zum Themenschwerpunkt erkoren. «Stösst Europa an seine Grenzen?» hiess eine Diskussion, zu der sich der Schriftsteller Leon de Winter, die Politologin Ulrike Guérot und der Soziologe Heinz Bude zusammenfanden. Unter Berufung auf Immanuel Kant postulierte Guérot ein «Weltgastrecht». Philosophisch gesehen gehöre die Welt allen, und jeder Erdenbürger habe das Recht, sich dort aufzuhalten, wo er wolle.

Eine «wunderbare romantische Idee» nannte das Leon de Winter. Er jedoch fürchte um seine Kultur und deren wertvolle politische Elemente: Rechtsstaat, freie Wahlen, Trennung von Kirche und Staat. Bude vermerkte, das deutsche Modell, Zuwanderer durch Arbeit zu integrieren, reiche nicht länger aus. Heute sei es auch nötig, Städte anders einzurichten, damit in ihnen keine Banlieues nach Pariser Muster entständen. Das gab Guérot Gelegenheit für ihr Lieblings-Plädoyer: Man solle die Flüchtlinge ihre Städte selber bauen lassen."

Leipziger Buchmesse: Diskutieren geht vor inszenieren
Sunday, March 20, 2016 - 15:00

Artikel des Tagesspiegel zur Leipziger Buchmesse

"Von „erbärmlicher Menschenchieberei“ sprach hier die Direktorin des European Democracy Lab in Berlin, Ulrike Guérot, von einer schrecklichen „Anbiederung an die Türkei“ nach dem EU-Abkommen mit dem Land wegen der Flüchtlinge, von „protofaschistischen Verhältnissen in Osteuropa“. Die bei der Eröffnung vielbeschworene Zivilgesellschaft dagegen sieht Guérot gerade von der EU hintergangen. 60 Prozent der Europäer seien für einen europäischen Humanismus, sagte sie, für ein zivilsatorisches Projekt zugunsten der Flüchtlinge, und diese Mehrheit würden die Institutionen der EU eben nicht mehr abbilden."

Spiegel Online-Artikel zur Leipziger Buchmesse
Sunday, March 20, 2016 - 13:30

Artikel auf Spiegel Online zur Leipziger Buchmesse

"Die Politikwissenschaftlerin möchte den Kant'schen Begriff vom "Weltgastrecht" stark machen und wirbt dafür, Europa als Republik neu zu gründen, im ganz emphatischen Sinne, so wie es im Französischen heißt, man würde für eine Republik auch sterben. Eine Utopie, ja, aber mit ihr und ihren Auftritten beweist Guérot, was Pathos und Poesie in der Wissenschaft ausmachen können - und wird so eine Art Überraschungsstar der Messe."

Buchmesse: Kontinent der Bleibenden
Friday, March 18, 2016 - 19:00

Artikel der Süddeutschen Zeitung zur Leipziger Buchmesse

"Um überhaupt zukunftsfähig zu werden, müsse Europa zu einer Republik werden. Das fordert Ulrike Guérot, die Direktorin des European Democracy Lab, in ihrem neuesten Buch. Sie stellt fest, sehr robust argumentierend übrigens, dass das gegenwärtige EU-System den Willen der Mehrheit seiner Bürger nicht mehr abbilden könne. Es verfahre systemimmanent, wenn es nun die Re-Nationalisierung des Kontinents verfolge. Schließlich habe Deutschland, "das immer Krisengewinner war und nun Solidarität" einfordere, sich nie solidarisch gezeigt und versuche nun, die "Grenzsicherung auf die Nachbarn abzuschieben"."

Wortwechsel - Rechtspopulisten in der EU: Die extremistische Verlockung
Friday, March 18, 2016 - 18:00

Radiobeitrag auf Deutschlandradio Kultur, aufgezeichnet auf der Leipziger Buchmesse

Nationalisten und Rechtspopulisten mit Rechtsextremen in ihren Reihen gewinnen in Europa mehr Wählerstimmen.

Was vereint, was trennt diese Gruppierungen? Wie lässt sich dieses Phänomen in fast allen EU-Ländern erklären? Was sind die Ursachen auch unabhängig von den Kriegen im Nahen Osten? Wie sollten die liberal-demokratischen Parteien mit dem neuen, alten Kontrahenten umgehen? Wohin führen die vertretenen Ideologien?

Ist funktionierende Regierungsarbeit die beste und einzige Prävention oder gibt es im Bereich Geschichtsaufarbeitung und politische Bildung noch viel zu tun in Europa?

Darüber diskutierten im "Wortwechsel" auf Deutschlandradio Kultur, zu hören am 18. März, ab 18 Uhr 07:

Ulrike Guérot - Politologin, European Democracy Lab
Josef Haslinger - Österreichischer Schriftsteller, Präsident des Pen-Zentrums Deutschland
Katharina Schenk - Landesvorsitzende der Jusos Sachsen, im Stadtrat von Leipzig
Basil Kerski – Politologe, Leiter des Europäischen Solidarność-Zentrums in Danzig

Deutschlandradio Kultur - Die Blaue Stunde Flucht. Angst. Integration. Stößt Europa an seine Grenzen?
Friday, March 18, 2016 - 16:30

Radiobeitrag live von der Leipziger Buchmesse

Die Blaue Stunde
Flucht. Angst. Integration. Stößt Europa an seine Grenzen?

Heinz Bude: Das Gefühl der Welt
Ulrike Guérot: Warum Europa eine Republik werden muss!
Leon de Winter: Ein gutes Herz
Moderation: René Aguigah

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